Achillessehne: Stark und schwach zugleich

Die Achillessehne ist eigentlich die kräftigste Sehne des menschlichen
Körpers. Sie wird aber stark beansprucht und ist daher trotz ihrer Stärke
anfällig für Verletzungen und Entzündungen.

Die Ferse war die einzige Stelle, an der Achilles, der antike griechische Sagenheld, verletzbar war. Der Begriff „Achillesferse“ wird seitdem sprichwörtlich für Schwachstellen und Verwundbarkeit verwendet. Die Achillessehne verbindet den unteren Wadenmuskel mit dem Fersenbein. Sie dient dazu, den Vorfuß nach unten zu strecken. Beim Gehen und Laufen sorgt sie für das Abstoßen des Vorfußes. Durch Überlastungen, z. B. beim Sport, kann es zu Reizungen, Entzündungen oder sogar Einrissen der Achillessehne kommen.

Entzündung

Durch zu viel Bewegung und Überbelastung kann sich die Achillessehne bzw. das Sehnengleitgewebe rund um die Sehne entzünden. Besonders häufig sind Langstreckenläufer davon betroffen. Erkennbar ist die Entzündung an der Schwellung und Verdickung der Sehne. Bei der akuten Entzündung helfen Schonung, kühlende Umschläge, Salben oder auch Topfenwickel. Bei wiederkehrenden oder chronischen Beschwerden ist Physiotherapie zu empfehlen. Es ist wichtig, dass eine Achillessehnenentzündung ausheilt, denn ohne Behandlung kann die entzündete Sehne einreißen.

Sehnenriss

Einrisse in der Achillessehne führen dazu, dass man beim Laufen den Vorfuß nicht mehr kräftig abstoßen kann. Der Zehenstand ist mit dem betroffenen Fuß schwierig oder gar nicht möglich. Je nach Größe und Schweregrad wird der Sehnenriss entweder konservativ (mit Ruhigstellung in Gips oder Spezialschuhen) behandelt oder die gerissene Sehne wird genäht.