Arthrose: Knorpelverschleiß kann man aufhalten

Arthrose ist nicht heilbar, aber es gibt vieles, was man tun kann, um das Fortschreiten der Abnutzung zu verlangsamen und möglichst lange beweglich und schmerzfrei zu bleiben. Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Die Abnutzung der Gelenkknorpel ist eine Alterserscheinung. Schon ab dem 50. Lebensjahr zeigen sich bei jedem fünften Menschen im Röntgenbild Anzeichen für Verschleiß in verschiedenen Gelenken, die aber meist noch keine Beschwerden verursachen. Besonders häufig sind die Knie- und Hüftgelenke betroffen. Die ersten Symptome sind Schmerzen nach Ruhe (der sogenannte Anlaufschmerz), aber auch nach längerer Belastung des Gelenks (Ermüdungsschmerz). Schon bei solchen ersten Anzeichen sollte man einen Facharzt für Orthopädie aufsuchen, um die Diagnose zu bestätigen und andere Ursachen für die Gelenksschmerzen auszuschließen. Je früher die Arthrose erkannt wird, desto erfolgreicher sind Gegenmaßnahmen, die helfen, den Krankheitsprozess zu verzögern.

Risikofaktoren reduzieren

  1. Übergewicht abbauen: Ein zu hohes Körpergewicht schadet dem Knorpel nicht nur durch die mechanische Belastung – die Fettzellen produzieren entzündungsfördernde Hormone, die Arthrosebeschwerden verschlimmern können. Am effektivsten wird eine Gewichtsabnahme durch eine Kombination aus gesunder Ernährung und viel Bewegung erreicht.
  2. In Bewegung bleiben: Körperliche Aktivität fördert die Durchblutung des Gelenks und stärkt die umgebenden Muskeln. Um falsche Belastung zu vermeiden, sollte man das Bewegungsprogramm mit einem Spezialisten besprechen.
  3. Wer an einer Stoffwechselerkrankung (z.B. Diabetes, Gicht) oder an einer rheumatologischen Erkrankung leidet, hat ein erhöhtes Risiko für Arthrose und sollte besonders auf die Gesundheit der Gelenke achten.

Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente (als Spritze oder zum Einnehmen) und orthopädische Hilfsmittel helfen, schmerzende Gelenke zu beruhigen und weiteren Knorpelverschleiß aufzuhalten. Wenn diese konservativen Therapien nicht mehr ausreichen, wird das arthrotische Gelenk operativ versteift oder durch ein künstliches Gelenk (Endoprothese) ersetzt.