Ein neues Krankheitsbild: Der Smartphone-Nacken

Übermäßige und monotone Nutzung von Smartphones kann zu Nackenbeschwerden führen und die Bandscheiben gefährden.

Smartphones werden schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren benutzt. Man schreibt, sortiert Fotos, checkt seine Termine und E-Mails, liest die Nachrichten und surft im Internet. Manche sehen sich sogar ganze Filme oder Fußballspiele am Handy an. Durchschnittlich 2 Stunden pro Tag sind wir damit beschäftigt. Das kann negative Auswirkungen haben: Durch die gebeugte Haltung, die man beim Blick aufs Handy einnimmt, werden die Bandscheiben der Halswirbelsäule und die Sehnen im Nackenbereich auf Dauer überlastet. Die ersten Symptome des „Smartphone-Nackens“ sind Verspannungen, Kopfschmerzen und Schwindel. Über längere Zeit kann es zu echten Haltungsschäden kommen.

Die richtige „Handy-Haltung“

Der Druck, der in der üblichen Handy-Haltung auf dem Nacken lastet, wird unterschätzt. Beim Vorbeugen wirkt eine Kraft von bis zu 20 Kilogramm auf die Wirbelgelenke ein. Nehmen Sie Druck von Ihrem Nacken, indem Sie auf eine gerade Haltung achten. Stützen Sie die Ellbogen am Tisch auf und bringen Sie das Handy in Augenhöhe. Auch die sogenannte Kutscherhaltung ist für den Körper entspannend (siehe Fotos).
Wechseln Sie bei längeren Sitzungen am Smartphone oder Tablet öfter die Position: Lehnen Sie Ihren Rücken an oder legen Sie sich flach hin. Legen Sie Pausen ein und lockern Sie Nacken- und Schultergürtel.
Wenn Sie bereits Symptome des „Smartphone-Nackens“ spüren, helfen Wärmepackungen, sanfte Massagen und ausgleichende Bewegung gegen die verspannte Muskulatur. Schwimmen, Yoga, Pilates und rückenstärkendes Training machen fit für Belastungen in Beruf und Alltag und sind immer empfehlenswert.

Quellen: Presseaussendung, Orthopädisches Spital Speising, Wien Pressekonferenz des BVdO, November 2018, Wien