Frozen Shoulder: Wenn die Schulter „einfriert“

Wenn das Schultergelenk über Wochen schmerzt und sich nicht mehr gut bewegen lässt, warten Sie nicht ab, sondern vereinbaren Sie einen Termin beim Facharzt für Orthopädie. Denn eine unbehandelte Schulter-Steife kann sich über Monate hinziehen und schließlich in einer stark geschwächten Muskulatur enden.

Die sogenannte „Frozen Shoulder“ beginnt meist mit Schmerzen in der Schulter, die sich nachts verschlimmern. Im weiteren Verlauf wird die Schulter immer mehr in der Bewegung eingeschränkt – sie friert sozusagen ein. Als typisches Zeichen gilt, wenn der Ellbogen nicht mehr bis auf Schulterhöhe angehoben werden kann. Die Ursache kann eine Entzündung der Gelenkkapsel sein oder auch ein Bewegungsmangel, zum Beispiel nach langer Ruhigstellung wegen einer Verletzung. Manchmal findet sich auch gar keine bestimmte Ursache. Man vermutet, dass eine schlechte Versorgung der Gelenkkapsel auslösend sein könnte, weil die Schulter-Steife häufiger bei Menschen mit Stoffwechselstörungen, wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder hohem Cholesterinspiegel, auftritt.

Behandlung

Bei einer „Frozen Shoulder“ werden zunächst entzündungshemmende, schmerzstillende und abschwellende Medikamente verordnet, bei schweren Fällen auch als Infiltration ins Gelenk. Bei akuten Entzündungen wirkt Kälte in Form von kalten Umschlägen oder Cool-Packs schmerzlindernd. Wenn die Schmerzen unter Kontrolle sind, beginnt man mit einer Heilgymnastik beim Physiotherapeuten, denn die „eingefrorene“ Schulter sollte rasch wieder bewegt werden, damit die Muskeln, die sich so lange nicht bewegt haben, wieder gedehnt und gekräftigt werden.