Gicht & Hyperurikämie: Was darf ich essen?

Zu hohe Harnsäure-Spiegel im Blut sind die Ursache für Gicht. Harnsäure entsteht beim Abbau von Purin, das vor allem in Fleisch enthalten ist.

Um Gicht zu vermeiden, ist eine gesunde Ernährung wichtig: Getreideprodukte und fettarme Milchprodukte, Kartoffeln und Eier enthalten sehr wenig Purine und dürfen daher bei erhöhten Harnsäure- Spiegeln gegessen werden. Beim Gemüse kommt es auf die Sorte an: Kohl, Spinat, Brokkoli und Hülsenfrüchte, wie Bohnen und Erbsen, enthalten mehr Purine als zum Beispiel Paprika, Tomaten, Karotten und Gurken. Prinzipiell ist Gemüse aber immer besser als Fleisch.
Besonders viel Purine sind in Innereien, rotem Fleisch und in der Haut enthalten. Günstiger sind fettarmer Fisch und Geflügel (ohne Haut).
Kaffee und Tee haben keinen negativen Einfluss auf den Harnsäure-Spiegel: Sie dürfen Kaffee und Tee weiter genießen!
Alkohol sollte vermieden werden, besonders Bier und harte Getränke. Im Bier ist es – zusätzlich zum Alkohol – die Hefe, die sich ungünstig auf den Harnsäure-Spiegel auswirkt. Wein ist bei Gicht weniger riskant.
Obst und Fruchtsaft sind an und für sich gesund. Bei Gicht sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Fructose enthalten ist (➥ süße Fruchtsäfte mit Wasser verdünnen!).


Um die Harnsäure-Ausscheidung zu fördern, ist es gut, viel zu trinken. Es sollten aber kalorienarme und alkoholfreie Getränke sein.

Warum Bewegung?

Erhöhte Harnsäure-Spiegel können sich nicht nur in schmerzhaften Gichtattacken äußern. Sie wirken auch schädigend auf Herz, Kreislauf und Niere. Außerdem wurde ein Zusammenhang zwischen Gicht, Diabetes und Übergewicht festgestellt. Um Herz und Kreislauf zu stärken und eine Gewichtszunahme zu vermeiden, sollte man sich also nicht nur bewusst ernähren, sondern auch regelmäßig Bewegung machen. Empfohlen werden zwei- bis dreimal pro Woche jeweils 20 bis 30 Minuten Training.
Studien haben gezeigt, dass eine langsame Gewichtsabnahme dazu beitragen kann, den Harnsäure-Spiegel zu senken.