Hüfte: Warum zum Ultraschall?

In den ersten Wochen nach hat man wahrlich genug zu tun. Ärztliche Untersuchungen können da lästig sein. Die Hüften des Neugeborenen sollten trotzdem möglichst früh untersucht werden. Denn diese Gelenke sollen den Körper ein Leben lang tragen!

Etwa eines von 30 Kindern kommt mit einer angeborenen Hüftdysplasie zur Welt. Das bedeutet, dass der Oberschenkelkopf nicht richtig in der Hüftgelenkspfanne liegt. Das kann im späteren Leben Probleme verursachen: Der Hüftknorpel wird frühzeitig abgenutzt (Arthrose). Im schlimmsten Fall kann der Hüftkopf vollständig aus der Gelenkspfanne herausrutschen (Luxation). Die angeborene Hüftdysplasie sollte daher unbedingt behandelt werden.

Je früher die Hüftdysplasie erkannt und behandelt wird, desto einfacher und schneller kann die Hüfte vollständig korrigiert werden. Im Mutter-Kind-Pass ist deshalb eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) schon in der ersten Woche nach der Geburt vorgesehen; nach 6 bis 8 Wochen gibt es eine Kontrolluntersuchung. Die Ultraschalluntersuchung ist schmerzlos und völlig unschädlich.

Wenn der Arzt eine Hüftdysplasie feststellt, wird er je nach Alter des Kindes und Schweregrad eine Therapie verordnen. In leichten Fällen genügt oft eine Spreizhose oder breites Wickeln. Bei starker Dysplasie kann ein Gips notwendig sein. Diese Behandlungen können für Sie und das Baby etwas unangenehm sein – bleiben Sie bitte trotzdem konsequent dabei: Nach nur wenigen Wochen ist Ihr Kind mit einer gesunden Hüfte für das Gehen auf zwei Beinen gut gerüstet!