Knie-Prothese: Komplikationen durch zu viele Kilos

Knie-Prothese: Komplikationen durch zu viele Kilos

Übergewichtige Patienten mit einem künstlichen Knie- Gelenk haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Sie leiden häufiger an Wundheilungsstörungen und Infektionen und müssen öfter erneut operiert werden.

Übergewicht ist ein Risikofaktor für Arthrose: Je höher der BMI (Body-Mass-Index), desto schneller schreitet der schmerzhafte Gelenkverschleiß voran. Eine Arthrose im Knie-Gelenk tritt bei übergewichtigen Menschen oft schon in jungen Jahren auf. Schwere Menschen brauchen daher öfter ein künstliches Knie-Gelenk. Vor der Operation raten die Ärzte dringend zum Abnehmen, denn überflüssige Kilos können auch während und nach dem Eingriff Schaden anrichten.

Ein stark erhöhtes Körpergewicht erschwert zum Beispiel die Wundheilung, denn Fettgewebe ist schlechter durchblutet. Dadurch sind die Wundränder unterversorgt und können absterben, sodass sich die Wunde möglicherweise nicht gut schließt. Übergewichtige Menschen sind auch anfälliger für Infektionen. Und wenn sich Bakterien rund um die neue Knie-Prothese ansiedeln, kann das Implantat nicht gut einwachsen und muss vielleicht sogar wieder entfernt werden.

Spätestens vor einer geplanten Knie-Operation sollte man daher versuchen, abzunehmen und etwas für die allgemeine Fitness tun. Alle Bewegungen, die keine Schmerzen verursachen, sind hilfreich. Eine kräftige Muskulatur schützt die Gelenke wie eine Manschette und erleichtert die spätere Rehabilitation.

Um möglichst lange von Ihrem neuen Knie-Gelenk zu profitieren, sollten Sie auch nach der Knie-Operation auf ein normales Körpergewicht und eine gut trainierte Muskulatur achten.