Knieverletzungen: Kreuzband und Meniskus

Bänder- und Meniskusrisse gehören zu den häufigsten Sportverletzungen am Knie. Aber auch außergewöhnliche Belastungen im Alltag können im Kniegelenk Schaden anrichten.

Kreuzbandriss

Das Kniegelenk wird von allen Seiten durch Bänder stabilisiert: durch das vordere und hintere Kreuzband und zwei Seitenbänder. Bei Ballsportlern und Skifahrern gehört ein Kreuzbandriss zu den häufigen Verletzungen. Besonders das vordere Kreuzband ist gefährdet, wenn das Knie seitlich verdreht wird und der Unterschenkel dabei fixiert ist. Seltener reißen das hintere Kreuzband und die Seitenbänder.
Kurz nach dem Riss schwillt das Knie an und schmerzt stark. Der Schmerz lässt jedoch nach einiger Zeit wieder nach. Später hat man oft als einziges Symptom nur ein Gefühl der Instabilität.
Ob das Kreuzband verletzt ist, kann der Arzt mit einer händischen Untersuchung der Stabilität feststellen. Im Röntgen kann man einen Kreuzbandriss nicht sehen. Wie ein Bänderriss behandelt wird, hängt von der Schwere der Verletzung ab. Wenn das Band nur eingerissen ist, genügt oft eine Ruhigstellung, bis die Schwellung zurückgeht. Anschließend wird in der Physiotherapie die Muskulatur gekräftigt. Ist das Band komplett durchgerissen, kann es mit einer Operation „repariert“ werden. Ob eine Operation notwendig ist, hängt auch davon ab, wie alt und wie sportlich aktiv der Patient ist.

Meniskusverletzung

Zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein liegen die Menisken, Knorpel, die als „Stoßdämpfer“ dienen. Diese Menisken können beim Sport, aber auch im Alltag bei raschen unnatürlichen Drehbewegungen verletzt werden. Auch Menschen, die beruflich oder in der Freizeit (Gartenarbeit!) viel Zeit in kniender oder hockender Stellung verbringen, können Schäden am Meniskus davontragen.
Weil ein anhaltend schmerzhafter, gerissener Meniskus das Kniegelenk belastet und auf Dauer Arthrose verursachen kann, sollte er mit einer Operation behandelt werden. Manchmal kann ein Riss genäht werden, manchmal müssen auch Teile entfernt werden. Frische Risse haben eine bessere Heilungschance als ältere. Einen stechenden Schmerz im Knie sollte man deshalb möglichst rasch ärztlich untersuchen lassen. Nach der Operation ist Physiotherapie wichtig, um die Oberschenkelmuskulatur zu stärken. 2 bis 6 Monate nach der Therapie können die meisten Menschen wieder ihren Sport ausüben.

Hockende Tätigkeiten belasten das Kniegelenk besonders; bei der Gartenarbeit sollte man sich auf einen Hocker setzen oder eine knieschonende Unterlage verwenden.