Mountainbiken: Verletzungsgefahr steigt durch E-Bikes

Radfahren in natürlichem Gelände hat viele gesundheitliche Vorteile. Leider kann man sich dabei auch verletzen. Mit den neuen elektrischen Mountainbikes ist die Gefahr gestiegen: die häufigsten Mountainbike-Verletzungen und wie man sie vermeidet.

Immer häufiger werden die Gelände-Radwege für Mountainbiker von elektrisch unterstützten Fahrzeugen genutzt. Diese E-Bikes sind nicht nur schneller unterwegs als herkömmliche Fahrräder, sie sind auch deutlich schwerer und daher schwieriger zu steuern. So geschehen mit E-Bikes häufiger Unfälle und die Verletzungen sind oft schwerer. Die meisten Stürze passieren bei der Abfahrt. Denn bergab sind die E-Bikes besonders schwer zu lenken und der Elektroantrieb verleitet oft zu einer höheren Geschwindigkeit.

Die häufigsten Verletzungen beim Mountainbiken sind Schürfwunden, Platzwunden und Prellungen an den Beinen. Zu Knochenbrüchen kommt es eher an der oberen Extremität, also an Schultern, Rippen, Schlüsselbein, Armen und Händen. Eine für Mountainbiker typische Verletzung ist die Schultereckgelenkssprengung. Das ist eine Zerrung oder ein Riss des Bandes zwischen Schulterblatt und Schlüsselbein.
Für Mountainbiker und ganz besonders für E-Biker ist die richtige Ausrüstung wichtig. Ein Helm reduziert das Risiko für Hirnverletzungen um 90 %. Für das Downhill-Biken wird sogar ein Vollvisier-Helm empfohlen. Auch sollte man feste Handschuhe, Mountainbike-Schuhe und bruchsichere Brillen tragen. Verletzungen resultieren aber auch oft aus Selbstüberschätzung. Die Touren sollten daher entsprechend den eigenen körperlichen Fähigkeiten ausgewählt werden. Und schließlich sind auch noch das Wetter und die Bodenbeschaffenheit zu beachten: Nasser, rutschiger Untergrund ist eine häufige Ursache für Unfälle beim Mountainbiken.