Risikofaktoren: Wann zur Knochendichte-Messung?

Die Knochendichte wird in einer Röntgenuntersuchung mit niedriger Strahlenbelastung bestimmt.

Der Schwund der Knochenmasse bei Osteoporose entwickelt sich langsam über Jahre und bleibt oft lange Zeit unbemerkt. Eine vorsorgliche Untersuchung der Knochendichte ist zu empfehlen, wenn es bestimmte Risikofaktoren gibt.

Der größte Risikofaktor für Osteoporose ist das Alter. Frauen über 65 Jahre und Männer über 70 Jahre sollten daher auf jeden Fall ihre Knochendichte kontrollieren lassen.

Bei jüngeren Menschen ist die Untersuchung sinnvoll, wenn ein Knochenbruch nach einem leichten Sturz oder beim Heben von Lasten (Bagatell-Trauma = Minimal- Trauma = inadäquates Trauma) oder überhaupt ohne erkennbare Ursache aufgetreten ist. Verdächtig auf Osteoporose sind unklare Rückenschmerzen, die plötzlich auftreten. Es könnte ein Wirbelkörper-Einbruch die Ursache sein. Auch Osteoporose in der Familie, starkes Untergewicht oder die dauerhafte Einnahme von bestimmten Medikamenten (z. B. Kortison, Protonenpumpen- Hemmer, Hormontherapie, Schilddrüsen-Medikamente etc.) sind Gründe, früher zur Knochendichte-Messung zu gehen. Weitere Risikofaktoren sind: Bewegungsmangel, frühe Wechseljahre, Nierenerkrankungen, Rheuma, Diabetes, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bei Männern Testosteronmangel.