Rückenschmerzen: Was hilft?

Rückenschmerzen sind in Österreich die Volkskrankheit Nummer eins und die häufigste Ursache für Krankenstand. In vielen Fällen findet man keine eindeutige Ursache. Die Diagnose lautet dann: „unspezifischer Rückenschmerz“. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Behandlung gibt.
Obwohl Rückenschmerzen meist von selbst wieder abklingen, sollte man sie nicht ignorieren. Aus gelegentlichen akuten Schmerzen kann nämlich ein chronischer Schmerz entstehen. Lassen Sie daher Ihre Rückenschmerzen von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Orthopädie begutachten. Sie/er kann ernsthafte Ursachen ausschließen und eine lindernde Therapie einleiten.

Bücken und heben Sie „richtig“?

Wenn man keine direkte Ursache für einen akut auftretenden Rückenschmerz findet und keine zusätzlichen gesundheitlichen Beschwerden vorhanden sind, wird zunächst konservativ behandelt. Das heißt mit Physiotherapie, Manualmedizin und – wenn nötig – mit entzündungshemmenden, abschwellenden, schmerzlindernden Medikamenten (zum Einnehmen, als Salbe oder Injektion).
Radiologische Untersuchungen – wie Röntgen, Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) – sind anfangs nicht nötig. Erst wenn der Schmerz mehr als 6 Wochen anhält und sich mit konservativer Therapie nicht lindern lässt, wird eventuell ein solcher Befund vom Arzt angefordert werden.

In Bewegung bleiben

Bettruhe und Schonung sind bei Rückenschmerzen nicht zu empfehlen. Besser ist es, so aktiv wie möglich zu bleiben. Mit Ruhigstellung werden die Beschwerden meistens nur noch schlimmer. Bewegungsmangel und einseitige Überlastung sind oft überhaupt erst der Grund für Verspannungen und Blockaden. Mit vorsichtiger Bewegung lassen sich diese am besten lösen. Gezieltes Training (Ausdauer, Kraft, Dehnung) sollte unter physiotherapeutischer Anleitung erlernt, die Übungen sollten dann aber auch zu Hause regelmäßig durchgeführt werden.

Lebensstil und Umweltfaktoren checken

Unspezifische Rückenschmerzen werden häufig auch durch psychische Belastungen ausgelöst bzw. verstärkt. Nehmen Sie in diesem Fall psychologische Hilfe in Anspruch.
Ebenso sollten Sie bei immer wiederkehrenden Rückenschmerzen auf Ihre Bewegungsmuster im Alltag achten: Bücken und heben Sie „richtig“? Wie sitzen Sie? Ist Ihr Arbeitsplatz „rückengerecht“ eingestellt? Viele wertvolle Tipps zu diesen Themen finden Sie auf dem öffentlichen Gesundheitsportal www.gesundheit.gv.at/leben/.