Sicher auf den Beinen: Tipps zur Vermeidung von Stürzen

Schon ab dem 50. Lebensjahr nehmen Balance, Muskelkraft, Ausdauer und Beweglichkeit ab, sodass mit zunehmendem Alter das Risiko steigt, zu stürzen und sich dabei zu verletzen. Senioren können dem entgegenwirken: mit gezieltem Training von Kraft und Balance.

Jeder dritte Senior über 65 Jahre stürzt mindestens einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen sogar fast jeder Zweite. Die meisten Sturzunfälle passieren zu Hause oder in der unmittelbaren Umgebung, zum Beispiel im Garten oder in der Garage. Die häufigsten Ursachen sind eine schwache Muskulatur und Probleme mit der Balance, aber auch Seh- und Höreinschränkungen oder Medikamente, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Um Verletzungen durch Stürze zu vermeiden, ist es wichtig, auch im Alter eine gute körperliche Fitness zu erhalten. Schon mit einem einfachen Gleichgewichts- und Krafttraining kann die Sturzgefahr erheblich gemindert werden. Generell ist jede Art von Aktivität und Bewegung sinnvoll, auch wenn es sich dabei nicht um ein spezielles Training handelt. Entscheidend ist es, aktiv zu bleiben.

Aktiv werden

So können Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag einbauen:

  • Spazieren gehen und wandern
  • Treppen steigen
  • Tanzen gehen
  • Täglich Balanceübungen durchführen, z. B. auf einem Bein stehen (dabei darauf achten, dass eine sichere Abstützmöglichkeit in Griffweite ist!)
  • Täglich Kraftübungen durchführen, z. B. wiederholt gegen eine Wand drücken (Wand-Liegestütz)
  • Regelmäßiges Muskeltraining mindestens zweimal pro Woche, allein oder in der Gruppe, sollte bei älteren Menschen zum Alltag gehören wie essen und trinken.

Weitere Tipps zur Vermeidung von Stürzen

  • Zu Hause für gute Beleuchtung sorgen
  • Lose Teppiche und andere „Stolperfallen“ beseitigen
  • Schwindel, Seh- und Hörprobleme ernst nehmen und ärztlich behandeln lassen
  • Gesunde Ernährung mit ausreichend Vitamin D und Kalzium stärkt die Knochen.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG)