Übergewicht: Der Feind der Gelenke

Ein zu hohes Körpergewicht belastet die Gelenke und fördert damit die Entstehung von Arthrose. Aber nicht nur wegen der Gewichtsbelastung schädigt Fettgewebe die Gelenkknorpel: Fettzellen produzieren auch Hormone, die Entzündungen vorantreiben und damit Schmerzen fördern.

Die Hauptursache für die Abnutzung von Knorpelmasse ist der natürliche Alterungsprozess. Starke Belastungen beschleunigen diesen Vorgang. So haben zum Beispiel Leistungssportler und gewisse Berufsgruppen ein erhöhtes Risiko für Arthrose in bestimmten Gelenken. Auch Fehlbelastungen, die durch Verletzungen, Unfälle oder Fehlstellungen entstehen, können zu einer schnelleren Degeneration des Knorpels führen.
Die gute Nachricht ist: Es gibt auch Maßnahmen, die den Knorpelabbau verlangsamen und dem natürlichen Alterungsprozess entgegenwirken. Dazu gehört ein gesunder Lebensstil mit bewusster Ernährung und ausreichend Bewegung.

Fett fördert Entzündungen

Übergewicht ist eine der wichtigsten Ursachen von Arthrose. Schon 5 Kilogramm überflüssiges Körpergewicht verdoppeln das Risiko einer Kniearthrose. Neben dem Knie ist vor allem auch die Hüfte betroffen. Beide Gelenke tragen die Hauptlast des Übergewichts und müssen trotzdem für Stabilität und Beweglichkeit sorgen. Kommt Bewegungsmangel dazu, fehlen langfristig auch die stützenden Muskeln. Der Knorpel verliert an Elastizität und kann den Knochen immer weniger schützen. Aber es ist nicht nur die zusätzliche Gewichtsbelastung, die den Knorpel schädigt. Im Fettgewebe werden Botenstoffe gebildet, die Entzündungen fördern und dadurch auch die Schmerzen bei Arthrose verschlimmern. Dass nicht nur das Gewicht, sondern auch das Fettgewebe selbst eine Rolle bei Arthrose spielt, zeigt sich zum Beispiel bei der Fingerarthrose: Mit gesunder Ernährung und Gewichtsreduktion bessern sich nicht nur Arthroseschmerzen in Knie und Hüfte, sondern auch in den Fingern.