Verdacht auf Osteoporose: Sind Sie kleiner geworden?

Wenn sich Ihre Körpergröße um mehr als drei Zentimeter verringert hat, kann das ein Hinweis auf einen Wirbelkörpereinbruch sein. Dieser ist fast immer eine Folge von Osteoporose

Osteoporose ist eine weit verbreitete Erkrankung, bleibt aber oft lange unbemerkt. In Österreich sind jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre betroffen.

Die Knochendichte nimmt auch bei gesunden Menschen schon ab dem 30. Lebensjahr langsam ab: Es wird mehr Knochenmasse abgebaut als produziert wird. Bei Osteoporose verläuft dieser Prozess beschleunigt und die Knochen werden brüchig. Wenn ein Wirbelkörper aufgrund von Osteoporose einbricht, wird das von Betroffenen oft gar nicht als Knochenbruch wahrgenommen. Osteoporoseorganisationen raten daher, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig die Körpergröße zu messen und auch auf andere Anzeichen wie Rückenschmerzen oder zunehmenden Rundrücken zu achten.

Osteoporose zu erkennen, ist wichtig, denn es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten, die das Risiko für Frakturen reduzieren. Gerade im höheren Alter sind Knochenbrüche oft fatal: Nach einem Oberschenkelhalsbruch z.B. erreicht nur jeder zweite ältere Mensch wieder den vorherigen Grad an Mobilität, jeder dritte wird zum Pflegefall. Deswegen sollten Frauen spätestens ab dem 65. Lebensjahr und Männer spätestens ab dem 70. Lebensjahr einmal jährlich die Knochendichte messen lassen, bei Verdacht auf Osteoporose auch schon früher.

Um mit der Diagnose Osteoporose nicht alleingelassen zu werden, wurde österreichweit ein großes Netzwerk an Selbsthilfegruppen aufgebaut. Sie helfen, die Herausforderungen, die Osteoporose mit sich bringt, gut zu bewältigen. Fragestunden, Turnen, gemeinsame Ausflüge und vieles mehr wird von Selbsthilfegruppen angeboten.

WEB-LINKS

www.osteoporose-selbsthilfe.org

www.aktiongesundeknochen.at