Wirbel gebrochen: Was nun?

Wirbel gebrochen: Was nun?

Einbrüche der Wirbelsäulenknochen (Wirbelkörperfrakturen) sind sehr schmerzhaft, werden aber häufig nicht erkannt, weil plötzliche heftige Rückenschmerzen oft anderen Ursachen zugeschrieben werden. Man glaubt, man hätte sich „verrissen“ oder „überhoben“. Erst im Röntgen zeigt sich die Fraktur.

Manchmal wird der Einbruch eines oder mehrerer Wirbelkörper auch gar nicht bemerkt. Wenn sich Ihre Körpergröße verringert oder der Rücken sich rundet, besteht der Verdacht, dass Wirbel eingebrochen sind. Auch typische Falten am Rücken, das sogenannte Tannenbaum- Phänomen, sind ein Hinweis auf osteoporotische Brüche.

Die Ursache für Wirbeleinbrüche ist fast immer eine erhöhte Knochenbrüchigkeit aufgrund von Osteoporose. Nach einem Wirbelkörper- Einbruch kann die Wirbelsäule nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form aufgerichtet werden. Es bleibt eine Verformung (Rundrücken) zurück, die in der Folge zu Muskelverspannungen und zu einer Überlastung der unteren Wirbelsäule führt. Durch Druck auf den Brust- oder Bauchraum kann es auch zu Atembeschwerden und Verdauungsstörungen kommen. Mit einer Operation kann der Defekt im Wirbelkörper ausgeglichen und die Wirbelsäule wieder aufgerichtet werden. Bei der sogenannten Ballon-Kyphoplastik wird der eingebrochene Wirbelkörper mit zwei kleinen Ballons wieder in seine ursprüngliche Form gebracht und anschließend mit Knochenzement aufgefüllt.
In den meisten Fällen kann jedoch auf einen Eingriff verzichtet werden und eine herkömmliche orthopädische Therapie bringt rasch Linderung.
Zusätzlich muss die Ursache, nämlich die Osteoporose, behandelt werden, um weitere Brüche zu vermeiden.

Web-Link:

www.osteoporose-selbsthilfe.org